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Neuerscheinung

In der Schriftenreihe:  Möckmühl - Spuren der Vergangenheit ist im Juli 2021 eine weitere Schrift, Teil 7  erschienen mit dem Titel: 

 

"Die Möckmühler Hexenprozesse 1655 - 1656"

 

Was war geschehen ?

Die Zeit des Dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648 war hart für die Menschen. Dort wo nicht gekämpft wurde war die Bevölkerung durch durchziehende Soldatentruppen von Raub, Plünderungen und noch Schlimmerem betroffen. In mehreren Wellen zog in diesen Jahren auch die Pest über ganz Europa hinweg und forderte große Menschenopfer. Der Fanatismus der Kirchen war unverständlich und Unmut, Unwissen und schlechte oder gar keine Bildung der Bevölkerung trugen ebenfalls ihren Teil dazu bei.  -  Man suchte nach Schuldigen !

 

Und man fand sie:    "Die Hexen" !

 

Man gab ihnen die Schuld an Krankheiten und dem Tod von Tieren und Menschen. Sie sollen Ernten vernichtet haben und Fröste herbeigezaubert haben. Angeblich hatten sie Zauberkräfte, da sie mit dem Teufel in Buhlschaft standen. Sie sollen mit Besen, Mistgabeln oder Ziegenböcken, die sie mit Hexensalbe bestrichen, zu Hexentänzen und Orgien geflogen sein und noch vieles mehr.

So wurden bei den Hexenprozessen jener Zeit, zum Beispiel in der Stadt Ellwangen, ca. 450 Menschen, vornehmlich Frauen, Opfer dieses Wahnsinns. Das waren damals etwa die Hälfte aller Frauen der Stadt und jeder 6. Mann in Ellwangen !

Im Hochstift und der Stadt Bamberg, wo man eigens ein Hexengefängnis, das "Drudenhaus" zum Einsperren und Foltern von 30 Hexen gebaut hatte, fanden ca. 900 Menschen den Tod und im Hochstift und der Stadt Würzburg gab es an die 1100 Hinrichtungen wegen angeblicher Hexerei !

Das Urteil lautete meistens auf: "Verbrennen auf dem Scheiterhaufen"!

Leider, wenn auch nur in geringem Umfang, blieb auch die Stadt Möckmühl von diesem Wahnsinn nicht verschont. An die 10 Hexenprozesse forderten auch in Möckmühl 5 Todesopfer.

 

Die vorliegende Schrift entstand bereits zwischen 1903 und 1906. Verfasst von Carl Wagner, Pfarrer in Roigheim, nach den Akten des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. Sie wurde 1906 ein erstes Mal veröffentlicht im Heilbronner Unterhaltungsblatt, einer Beilage zur Neckar-Zeitung.

Anfang 1990 hat der damalige Bürgermeister von Roigheim, Herr Dieter Schille freundlicherweise Kopien dieser Veröffentlichung dem Stadtarchiv Möckmühl überlassen.

Der Text von Pfarrer Carl Wagner wurde von der Leiterin des Heimatkundlichen Arbeitskreises der Stadt Möckmühl, Frau Ilse Saur, überarbeitet und nach vorliegenden Quellen des Stadtarchivs der Stadt Möckmühl und des Hauptstaatsarchivs Stuttgart ergänzt. Auch der Anhang wurde von Frau Saur erstellt.

Unser Dank gilt Frau Saur, für die umfangreichen Recherchen, sowie auch Frau Marlies Kibler und Frau Ute Schüßler für das Korrekturlesen und Herrn Klaus Wehr für die Buchgestaltung.

 

Das Buch: "Die Möckmühler Hexenprozesse  1655 - 1656"      

kann zum Preis von 7.- € in der Buchhandlung Meissner in Möckmühl  bezogen werden.

 

Möckmühl - Spuren der Vergangenheit  -  Heft 7

Carl Wagner

Die Möckmühler Hexenprozesse  1655 - 1656

Heimatkundlicher Arbeitskreis der Stadt Möckmühl

Neues vom Heimatkundlichen Arbeitskreis

Nachdem die derzeitige Pandemiesituation auch uns zur längeren Pause gezwungen hat, sich aber  die Lage derzeit stetig verbessert, können wir wieder unsere Arbeit aufnehmen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitskreises treffen sich wieder jeden Donnerstag ab 18:00 Uhr zur Archivarbeit und was sonst noch so anfällt sowie zu unseren regelmäßigen Besprechungen an jedem 1. Donnerstag eines Monats.

Wenn die entsprechenden Abstand- und Hygieneregeln beachtet werden können wir auch wieder Stadtführungen durchführen und das Heimatmuseum wieder für kleine Besuchergruppen öffnen.

Hierfür wenden Sie sich entweder an uns direkt oder aber an die Stadtverwaltung / Zentrale / Tourist - Information. Da wird man Ihnen gerne weiterhelfen.