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Der Hexenturm

Der Hexenturm wurde um 1470 mit der Stadtmauer als nordwestlicher Eckturm erbaut. Er war ein Gefängnisturm. Im unteren Gebäudeteil ist ein ca. 5 Meter tiefes Verlies untergebracht welches nur durch ein sogenanntes "Angstloch" in der Verliesdecke zugänglich war. Durch dieses Angstloch wurde der Inhaftierte an einem Seil hinuntergelassen und musste dort dann bei Wasser und Brot sein Schicksal abwarten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Über eine Wendeltreppe gelangt man in den oberen Turmteil. Hier war früher eine Gefängniszelle untergebracht die später auch als Bürgerarrestzelle verwendet wurde.

Der Turm hieß nicht immer "Hexenturm". Diesen Namen erhiehlt er erst, als zu Beginn des 20. Jahrh. bekannt wurde, dass auch in diesem Turm in den Jahren 1655 bis 56 der Hexerei angeklagte Menschen eingesperrt waren. Der Turm hieß in früheren Zeiten "Wegturm beim Hinteren Tor".

Das "Angstloch" im Boden. Hier war der einzige Zugang zum ca. 5 Meter tiefen Verlies im Hexenturm

In den Jahren 1975 bis 1978 wurde der Turm im Rahmen der Stadtsanierung aussen renoviert und 1981 wurde das zugeschüttete Verlies von Mitarbeitern des Heimatkundlichen Arbeitskreises ausgeräumt. 

Dabei wurden unter anderem Scherben von Krügen sowie eine Münze von 1716 mit dem Abbild des französischen Königs Ludwig XV. gefunden die heute im Heimatmuseum zu sehen sind.